Blogparade: Anekdoten aus meinem Community Manager-Alltag

Lach- und Sachgeschichten aus der Welt des Community Managements – #communitymomente

Social Media Manager, Community Manager, Supporter: Wir alle kennen das. Auf einmal gleitet die E-Mail-Konversation ins Absurde. Oder der Kollege reißt einen Witz angesichts eines skurrilen Vorfalls. Als Menschenmanager haben wir tagtäglich mit dem gesamten Spektrum von Emotionen, Ausdrücken und Ausprägungen zu tun. Und das macht sich bemerkbar!

In dieser Blogparade suchen Denise Henkel und ich nach den witzigsten, skurillsten und herzerwärmendsten Geschichten aus dem Alltag von Community Managern, Social Media Managern und Supportern. Teilt eure Erlebnisse mit der Fachcommunity!

Um euch einen Vorgeschmack zu geben, schreiben Denise und ich unsere lustigsten Anekdoten auf. Und dann geht der Stab an euch weiter! Was ihr tun müsst, um teilzunehmen?

Postet einen Beitrag mit einem oder mehreren Vorkommnissen aus eurem Fachalltag und teilt ihn unter dem Hashtag #communitymomente. Medium, WordPress, Blogspot oder euer eigener Blog – egal. Je ungewöhnlicher, desto besser. Gemäß unserer Berufsehre sind Haupt- und Nebendarsteller zu anonymisieren, wo man eindeutig auf sie schließen könnte. Für Screenshots von Nachrichten gilt das Gleiche.

Und… ab geht die (Blog-)Post!

Der feine Unterscheid zwischen Kompliment und Anzüglichkeit

Wenn ich so auf meine letzten 6 Jahre im Community Management zurückblicke, so gab es viele skurrile Momente. An manchen Tagen bestand die Arbeit nur daraus! Ich erinnere mich bis heute sehr gut daran, wie ich das Bild eines Museums benutzt habe, um einen Kunstfan die Notwendigkeit einer regelkonformen Moderation klarzumachen. Oder als ich Mitglieder der Crowd aus dem Bett geklingelt habe, weil manche Studenten erst nach 12 Uhr aufstehen… Die Momente mit dem höchsten Skurillfaktor waren jedoch immer die, in denen mir männliche Community-Mitglieder…. nun ja, sagen wir… verbal etwas nähergekommen sind. Einige schaffen es, mir sowohl ein großes Fremdschämgefühl als auch Freude über ein Kompliment einzuflößen. Und ich kann mich manchmal nicht darauf festlegen, was überwiegt! Im Folgenden beschreibe ich euch meine absoluten Highlights aus 6 Jahren an der “Männerfront”:

Ganz zu Beginn war ich durchaus aus mal “online” in Westafrika unterwegs. Ein besonders gläubiger Muslim wollte mir unbedingt seine Umgebung zeigen. Zumindest schloss ich das aus dem Satz “I want to have a durty (sic) weekend with you in my talibé center”. Für alle, die sich fragen, was das ist: Es handelt sich um muslimisches Studienzentrum typisch für Afrika. Religiöse Studien UND freudige Aktivitäten verbinden – wie praktisch!

Einen Harry Potter-Fan hatte ich auch mal dabei. “I want to introduce my basilisk into your chamber of secrets” zeugt von großer Kreativität und Vorstellungskraft. Ich geh’ dann doch lieber mit der Plüschschlange schlafen. Aber danke fürs Angebot.

Als Community Manager muss man sicherlich auch von sich und seiner Arbeit überzeugt sein. Bei dem ein oder anderen Community-Mitglied spiegelt sich das in völlig anderer Form. “Du bist so hübsch wie meine Bauchmuskeln” hätte mich vielleicht überzeugt, wenn ein Bild dabei gewesen wäre. So musste ich im Spiegel nachvollziehen, ob mein Gesicht POTENTIELL wie der Bauch des Mannes aussehen könnte. Nach einer Stunde Übung kam ich zu dem Schluss: Nein, da ist nichts zu holen.

Der nächste Höhepunkt (höhö) ließ nicht lange auf sich warten. “Du bist doch die knackige Franzi aus Grevenbroich!” schrieb mir ein User, der meinte, mich erkannt zu haben. Bevor ich den Guten zumindest im zweiten Punkt enttäuschen musste, kam die Folgenachricht mit der Aussage “Ach sorry, ich hab’ mich vertan!”. Außerdem: Nennt mich nicht Franzi. Franzi – das ist wirklich die Dame aus Nordrhein-Westfalen. Ich scheue weiterhin Spitznamen und bleibe bei meinem guten, alten Franziska mit Wohlfühlfaktor.

Der bisherige Sieger in der Kategorie “Franziska ist hier professionell, aber total auf Dates mit dir aus” war während meiner Zeit in einer Finanzcommunity. Der Herr vollzog seinen Balztanz völlig öffentlich und für alle nachlesbar. Im guten Glauben, dass mit einem Kompliment schon die halbe Frau gewonnen sei, holte er Nummer eins, zwei, drei, vier, usw. aus der Komplimentkiste. Nachdem ich dadurch nicht zu bewegen war, fragte er auf meiner Pinnwand nach. In drei für ihn wahrscheinlich vergnüglichen Runden tänzelten wir um die nötige Distanz (ich) beziehungsweise ein Vor-Ort-Date in Berlin (er). Kaum ergriff ich klare, aber immer noch respektvolle Worte, bekam der arme Mann kalte Füße und ließ nie wieder von sich hören.

Seit zwei Jahren ist es ruhiger geworden. Ob es daran liegt, dass ich mit über 30 meine Halbwertszeit überschritten habe? Das will ich doch nicht hoffen. Wo kommen denn sonst diese schönen Geschichten her? Mit diesem sarkastischen Kommentar klappe ich mein Märchenbuch zu und freue mich darauf, was ihr uns zu erzählen habt. Immer her mit den absurden Stories! #communitymomente

Die Stories von Denise – Achtung, Privatsphäre!, Witzige Wortschöpfungen und Emotionale Abschiede – findet ihr auf ihrem Blog.

 

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