Auf dem Weg zum Community-Ass: Videoschnitt-Kurs

Geisteswissenschaftler kennen das: Im Studium beschäftigt man sich mit historischen Begebenheiten, politischen Theorien und Phonemen. Nur nicht mit dem, was man wirklich braucht. In der Medienbranche ist das neben einem guten Schreibstil Content-Produktion (Foto, Video), SEO, Marketing-Kenntnissen die Beherrschung der gängigsten Programme. Daher bin ich auf der angstrenden, aber unglaublich lohnenserten Mission, zum Community- und Medienass zu werden. Diesbezüglich habe ich schon einen Photoshop-Kurs sowie mehrere MOOCs absolviert. Am Wochenende war nun der Videoschnitt dran.

Ich hatte schon eine gute Vorstellung davon, was alles möglich ist, da ich erste private Projekte mit dem Movie Maker editiert hatte (ja, ausgerechnet mit dem Movie Maker! – jeder fängt mal klein an). Um meine Kenntnisse zu erweitern, habe ich 2015 erst ein Seminar gebucht, dann ein anderes. Beide wurden kurz, bevor sie stattfanden, abgesagt. Jetzt klappte es endlich mit dem Platz und dem Seminar an der Volkshochschule. Für Videoschnitt benutzt werden vor allem zwei Programme: Avid und Adobe Premiere. Da letzteres auch auf der Arbeit verwendet wird und in der Grundform Elements auch recht günstig zu haben ist, fiel die Entscheidung auf einen Workshop mit Premiere Elements.

Adobe Premiere Kurs

Im Kurs bearbeiteten wir kleine Filme, wie hier zum Beispiel einen Urlaubsfilm aus Münster.

Am ersten Tag lernten wir die wichtigsten Funktionen kennen: wie man Filme in Clips schneidet, sie trimmt, eine Musikspur hinzufügt und Standbilder herstellt. An Tag 2 übten wir, wie man Werkzeuge wie Smart Trim, Lieblingsmomente und Motion Tracking einsetzt. Außerdem erschufen wir Übergänge, zoomten auf bestimmte Bewegungen und verlangsamten das Video. Zwar war die Kursleiterin ein wenig gehetzt, aber das Tempo war insgesamt in Ordnung und ich habe durch den Kurs meine Sicherheit wesentlich ausbauen können. Wie so oft bei komplizierteren Programmen geht es in einer Einführung darum, sich mit allen zur Verfügung stehenden Funktionen vertraut zu machen – und sich dann auszuprobieren.

Fazit: Ein Einführungskurs an der Volkshochschule macht den Umgang mit dem Programm sicher. Ich würde jetzt ohne Zögern ein Video auf der Arbeit editieren oder ein etwas ausgefalleneres Privatprojekt realisieren. Die Routine kommt allerdings erst mit ständiger Praxis. 4 Like-Daumen für den Inhalt, 5 Like-Daumen für den Preis (54 Euro).

Schreibe einen Kommentar